The next Adventure, oder „Wir habn noch lange nicht genug“

Endlich war es soweit, nach ewigen Vorbereitungen und vor allem schier endlosen Warten ging es wieder los.
4 Tage in die Sperrzone von Tschernobyl, dieses mal im Rahmen einer kleinen aber feinen privaten Tour mit nur 5 Leuten.

Coronabegingt mußten wir die Tour um gut ein Jahr verschieben, denn angedacht war sie zuerst für den Spätsommer 2020. Dieses mal auch mit einem anderen Touranbieter als 2019.
Mit von der Partie sind auch 2 Leute die 2019 dort kennengelernt habe und zwar Christopher und Thorsten, wir drei sind wenn möglich auch mal zusammen unterwegs. Unser Motto für dieses mal lautete frei nach den böhse onkelz Song:
„Wir habn noch lange nicht genug“ Danke Oli, war ne geile Idde!

Damit es hier nicht so viel zu lesen gibt zieht euch erst mal das Video rein, Text und Bilder folgen später.

Samstag 2.10.2021
Es geht wieder mal Richtung Ukraine, diese Tour mussten wir letztes Jahr Corona bedingt verschieben aber heute sitze ich nun endlich im Zug nach Frankfurt Flughafen.
Aber das Thema Deutsche Bahn ist eine Welt für sich, der Regionalexpress nach Duisburg hatte schon 5 Minuten Verspätung so das in Duisburg einen Sprint hinlegen mußte um den ICE nach Frankfurt zu bekommen.
Aber der ICE rauscht hier gerade mit 270 Km/h durch die Gegend.
Am Flughafen treffe ich dann meine anderen 4 Mitstreiter und um kurz vor 10 Uhr geht es dann Richtung Kiew.
In Kiew haben wir dann denn Rest des Tages für uns bevor es dann dann am Sonntag morgen gegen 8 Uhr Richtung Norden in die Sperrzone rund um Tchernobyl geht.
Dieses Mal ist es eine private Tour und wir konnten im Vorfeld Wünsche äußern was wir sehen wollen.
Leider hat unser Flieger wegen technischer Probleme gut 1 Stunde Verspätung und wir starten erst gegen 11:15 Richtung Osten.
Endlich angenommen brauchen wir noch gut 30 Minuten bis wir die Einreisekontrolle hinter uns gebracht haben,  draußen wartet schon der vorbestellte Taxifahrer mit dem schwarzen Mercedes Vito im  Business Style mit getönten Scheiben und Lederausstattung auf uns.
Ich hatte einfach nur ein Taxi für 5 Personen samt Gepäck bestellt aber mit dem Luxus hätte ich nicht gerechnet.
Am Samstag Nachmittag und Abend waren wir noch gemeinsam in Kiew unterwegs weil Thorsten uns einige schöne Plätze zeigen wollte was sich auch wirklich gelohnt hat, unter anderem sind wir mit der U-Bahn gefahren und an der tiefsten U-Bahn Station der Welt die 105 Meter unter der Erde liegt ausgestiegen.
Ein U-Bahn Ticket kostet 8 Griwna das sind umgerechnet nicht mal 30 Cent. Von der U-Bahn aus ging es dann zum Felsenkloster und zur Mutter Heimat Statue, welche die größte Frauenskulptur der Welt ist noch größer als die Freiheitsstatue in New York.

Sonntag 3.10.21
Kurz vor 8 treffen wir unseren Tourguide Andriy vor dem Hotel der auch Deutsch spricht was sich sehr als Vorteil heraus stellt.
Dann geht zusammen mit einem Mercedes Vito (dieses Mal aber in silber und schon 650TKM auf der Uhr) in Richtung Tchernobyl, diese Fahrt dauert gut 1,5 bis 2 Stunden bis zum Checkpoint der 30 Km Zone rund um Tchernobyl.
Dort werden noch einmal unsere Personalien kontrolliert und wir bekommen unser „Ticket“ für die Sperrzone wie auch ein Dosimeter.
Zuerst besuchen wir eine russisch orthodoxe Kirche in der Stadt Tchernobyl die wunderbar erhalten ist und auch noch genutzt wird. Ebenso besuchen wir einige verlassene Dörfer in der 30 Km Sperrzone. Gegen Abend geht noch zum Supermarkt und dann gehts ins Hotel


Montag 4.10.21
Wie von uns gewünscht besuchen wir Kühlturm Nr. 5, die Fischfarm und dann geht es weiter nach Prypjat, die Geisterstadt nördlich vom Kraftwerk wo vor der Katastrophe ca. 50.000 Menschen lebten.
Die Stadt hat so viele Spots zu das es eigentlich nicht möglich diese alle an einem Tag zu schaffen also beschränken wir uns auf das wesentliche weil wir ja nicht zum ersten Mal hier sind.
Die Gebäudesind mittlerweile einsturzgefährdet bzw. schon teilweise eingestürzt sind dürfen sie nicht mehr betreten werden. Die Tourguides tragen alle einen GPS Logger damit Sie von den Behörden geortet werden können ob diese Vorgabe auch eingehalten wird. Ich kann euch nicht sagen mit welchen Folgen die Guides dann zu rechnen haben wenn sie gegen diese Vorschrift verstoßen.
Einige Gebäude die zu den Highlights gehören sind im Gegensatz zu 2019 mittlerweile kameraüberwacht was die Sache auch nicht leichter macht.
Ich denke da z.B. an das Schwimmbad oder das Krankenhaus mit Säuglingsstation und der Pathologie.
Egal, wir haben alles mitgenommen was Andriy uns zeigen wollte zumal wir 2 Leute dabei hatten die noch nicht dort waren.

Dienstag 05.20.21
Fortsetzung folgt!