Mitten in Deutschland befindet sich eine ehemalige Heilstätte für Tuberkolose die ich im Juli 2020 besuchte habe.
Bei Tuberkolose könnte man auch vom „Corana des 18 & 19 ten Jahrhunderts sprechen.

Sie war die erste Heilstätte für Lungentuberkulose in Norddeutschland und wurde 1896 vom Deutschen Roten Kreuz gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie von 1945 bis 1995 als sowjetisches Lazarett genutzt. Das Gelände ist heute eine beliebte Kulisse für Filme und Fotografien.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der Lungenkranken im Deutschen Reich stark an. Etwa ein Drittel aller Patienten im Alter zwischen 15 und 60 Jahren litt an Lungentuberkulose. Die Heilstätte war vom Volksheilstättenverein zum Roten Kreuz zunächst als Versuchseinrichtung geplant. Es sollte untersucht werden, ob Lungenkranke auch mit Erfolg im norddeutschen Flachland behandelt werden könnten. Bis dahin ging die Humanmedizin davon aus, dass Erkrankungen der Lunge nur im milden Klima des Mittelmeeres oder in reiner Gebirgsluft zu bessern oder zu heilen seien. So entstand 1896 die erste Lungenheilstätte in Norddeutschland. Im Jahr 1900 standen bereits 200 Betten für leicht- bis schwerkranke Männer zur Verfügung. Während der vier Jahre des Ersten Weltkriegs wurde die Heilstätte als Vereinslazarett vom Roten Kreuz zur Behandlung lungenkranker Soldaten genutzt. Bis 1918 wurden zudem Kriegsgefangene hier untergebracht.

Der Krieg und die Inflationszeit brachten jedoch auch die Heilstätte in große wirtschaftliche Not. Der Volksheilstättenverein verkaufte die Anstalt am 1. Juni 1920 Ab 1926 wurden Erweiterungsbauten errichtet, sodass die Zahl der vorhandenen Betten sich bis in die 1930er auf etwa 420 verdoppelte.

Die Heilstätte besteht aus Verwaltungsgebäude, Robert-Koch-Gebäude, Ostgebäude, Hans-Böhm-Gebäude, Südgebäude, Behandlungsgebäude, Aufnahmegebäude, Verbindungsgängen, Kapelle, Direktorenwohnhaus, Pförtnerhaus, Ärztewohnhaus, Beamtenwohnhaus, Schornstein mit Hochbehälter, Gärtnerhaus, Seewasser-Pumpenhaus und gärtnerischen Anlagen. (Quelle Wikipedia)

Die Tour habe ich zusammen mit dem harten Kern der Tchernobyl Truppe vom letzten Jahr gemacht

Da das ganze auch mit viel Fahrerei verbunden war bin ich Freitags angereist und wir haben uns Samstags morgends direkt vor Ort getroffen. Insgesamt habe ich an dem Wochenende über 1300 Km gemacht 🙁
Aber im Nachgang betrachtet hat es sich gelohnt schon alleine aus dem Grunde die Truppe mal wieder zu treffen.