Besucht im November 2020
Es ist ein kalter, klarer aber trotzdem schöner Samstag morgen im November als ich dieses Kleinod besuche. Ich parke ca. 1.5 Km davon entfernt und gehe den Rest zu Fuß über einen Wirtschaftweg. Hinter jeder Menge Wildwuchs findet sich dann das Objekt meiner Begierde, im Sommer wäre es schon eine kleine Herausforderung gewesen das Gebäude überhaupt zu finden.
Viel erwarte ich nicht von der Location da sie in der Gegend recht bekannt ist und die üblichen Verdächtigen hier ihr Unwesen getrieben haben. Das Dach ist undicht was sich dann auch auf die Böden im Obergeschoß auswirkt, diese sind komplett durch und überall mit den Zimmertüren ausgelegt damit man halbwegs treten kann ohne direkt wieder unten zu sein 🙂 Das einzige was mich wirklich fasziniert hat war kleine marode Treppenhaus welches in der Sonne einen ganz besonderen Reiz hat.


Die Klinik befindet sich in einem parkähnlichen 120 Morgen großen Areals mit altem Baumbestand. Die Anlage besteht aus dem Hauptgebäude der Klinik, einem Verwaltungsgebäude, einer Villa und einem Kutscherhaus . Der Baubeginn der Anlage war im Frühjahr 1903, die Einweihung des Sanatoriums erfolgte am 3. August 1904. Die Einrichtung erhielt den Namen der Stifterin. Im Testament der im Jahr 1900 selbst an Tuberkulose gestorbenen Stifterin wurde festgelegt, dass ein Großteil des Vermögens zur Errichtung und zum Unterhalt einer Volksheilstätte für heilbare Lungenkranke verwendet werden sollte. Zudem sollte ein Kontingent von Freibetten für die Bürger der Stadt eingerichtet werden, die sich den Klinikaufenthalt finanziell nicht leisten konnten. Zur Pflege der Patienten wurden Ordensschwestern bestimmt, die bis 1991 ihrer Aufgabe nachkamen. Die Anlage wurde durch eigene Wirtschaftsbetriebe wie Bäckerei, Metzgerei, Wäscherei und Landwirtschaft in Form von Schweinemast versorgt.

Im Zweiten Weltkrieg diente die Heilstätte der Behandlung tuberkulöser Soldaten und Kriegsgefangener. Im Jahr 1954 wurde die Klinik um einen neuen Bau mit 62 Betten erweitert. Wegen der Fortentwicklung von der reinen Lungenheilstätte zum Fachkrankenhaus für Lungen- und Bronchialheilkunde wurde die Klinik im Jahr 1959 umbenannt. Somit erfolgte in den 1960er Jahren der Umbau zu einer modernen Lungenklinik. Die Wirtschaftsbetriebe wurden wegen Unwirtschaftlichkeit bis zum Ende der 1970er Jahre geschlossen. Im Jahr 1984 wurde die Geriatrie aufgebaut, die in den folgenden Jahren die freien Kapazitäten der Lungenklinik und später das ganze Haus übernahm.
(Quelle Wikipedia)
Einen zweiten Besuch habe ich im Januar 2022 unternommen aber an dem Zustand hat sich nicht viel verändert, deshalb findet ihr alle Bilder zusammenhängend in der Galerie.

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